Keine CO2-Emissionen

Industrie: Nutzung der Kernkraft hilft dem Klima

Die Industrie befürwortet eine weitere Nutzung der Kernkraft, um den Ausstoß klimaschädlicher Gase einzudämmen. Durch den Betrieb der bestehenden Atomkraftwerke werden jährlich rund 150 Millionen Tonnen Kohlendioxid vermieden, so der Hauptgeschäftsführer des BDI.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (ddp-nrd/sm) - Carsten Kreklau aus der Hauptgeschäftsführung des Industrieverbandes BDI sagte der "Berliner Zeitung" (Montagausgabe): "Wenn man den Klimaschutz ernst nimmt, hat die Kernkraft neben den Erneuerbaren Energien einen wichtigen Platz im Energiemix."

Kreklau verwies darauf, dass durch den Betrieb der bestehenden deutschen Kernkraftwerke jährlich etwa 150 Millionen Tonnen CO2 vermieden werden. "Dies entspricht etwa den jährlichen CO2-Emissionen unseres Straßenverkehrs."

In einem Positionspapier zur europäischen Energiepolitik fordert der BDI außerdem eine klare politische Entscheidung zur Endlagerung radioaktiver Abfälle. Alle Voraussetzungen für die notwendigen Entscheidungen seien gegeben. "Es könnte sofort mit dem Bau des genehmigten Endlagers Konrad begonnen und die Erkundung des Salzstocks Gorleben als mögliches Endlager für Wärme entwickelnde Abfälle fortgesetzt werden", heißt es in dem Papier. Die Akzeptanz für die Nutzung der Kernenergie würde sich verbessern, "wenn der Öffentlichkeit vermittelt werden könnte, dass die Endlagerfrage nicht nur technisch, sondern auch praktisch gelöst ist", argumentierte der BDI-Vertreter.