Konkurrenzfähigkeit

Industrie fordert Sonderpreise für Strom

Deutsche Industrievertreter fordern von der Bundesregierung, sich für günstige Industriestrom-Preise einzusetzen. Angesichts der besonderen Situation, die sich aus dem schnellen Atomausstieg ergebe, seien Reaktionen der Politik unerlässlich, so der VIK.

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Düsseldorf (afp/red) - Das sagte die Hauptgeschäftsführerin des Verbandes der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK), Annette Loske, dem "Handelsblatt" (Mittwochsausgabe). Der Verband vertritt Industriebetriebe aus den Branchen mit dem höchsten Energieverbrauch.

Niedrigere Strompreise für die Industrie gefordert

Dem Bericht zufolge schlägt der VIK ein Fondsmodell vor. Demnach sollen Kraftwerksbetreiber so viel Strom an den Fonds liefern, wie zur Deckung des Grundlast-Bedarfs der energieintensiven Branchen nötig. Aus diesem Fonds könnten die betroffenen Betriebe ihren Strom zu einem Preis beziehen, der im europäischen Vergleich wettbewerbfähig ist. In den Verhandlungen mit den Kraftwerksbetreibern zum Atomausstieg könnte die Bundesregierung ein solches Fondsmodell zum Thema machen, schlägt der VIK laut dem Bericht vor.

Strompreise werden durch den Atomausstieg wohl weiter steigen

Im Vergleich zu Ländern wie etwa Frankreich, Norwegen oder Spanien zahlten deutsche Unternehmen schon heute hohe Strompreise. Der Atomausstieg wird Prognosen zufolge die Preise noch weiter steigen lassen.