Strom nicht bezahlt

In italienischer Stadt bleiben die Straßen dunkel

In der sizilianischen Stadt Monreale müssen die Bewohner derzeit ihre Taschenlampen mitnehmen, wenn sie nach Einbruch der Dunkelheit noch unterwegs sind: Weil die Stadtverwaltung beim Stromversorger Gemmo Schulden hat, hat man der Straßenbeleuchtung die Stromzufuhr abgedreht.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Mailand/Monreale (red) - Eine Million Euro soll die Stadt Monreale nahe Palermo dem Stromanbieter schuldig sein, berichtet der Corriere della sera. In Dutzenden Straßen sei das Licht ausgefallen.

Um die Via Pezzingoli, wo es jetzt dunkel ist, sind die Einwohner abends mit Taschenlampen unterwegs, ein Unterfangen mit erhöhtem Risiko von Raub und Diebstahl, wie die Zeitung schreibt.

Unsichere Stromversorgung bereitet auch Händlern Sorgen

Aber nicht nur die Straßenbeleuchtung ist betroffen; gerade die Lebensmittelhändler haben Angst um ihre Waren, denn auch in den Geschäften ist die Stromversorgung unsicher und schwankend. "Die Situation wird jeden Tag dramatischer", so Stadtrat Massimiliano Lo Biondo zum Corriere. Die Menschen fühlten sich nicht mehr sicher und die Händler würden den Preis dafür zahlen, dass das Geld an die falschen Stellen flösse.