Verzögerungen

In der Asse droht ein Streik

Dem maroden Atommülllager Asse II in Remlingen (Kreis Wolfenbüttel) droht ein Streik: Die derzeit laufenden Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft IG BCE und der Asse GmbH stehen auf der Kippe. Sollte es zum Streik kommen, würde die geplante Rückholung des Atommülls wohl ins Stocken geraten.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Hannover (dapd-nrd/red) - Sollte die nächste und letzte Verhandlungsrunde am 10. Januar fehlschlagen, "wird es auf einen Streik hinauslaufen", sagte IG BCE-Verhandlungsführer Nils Hindersmann der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse" (Freitagausgabe). Die Gewerkschaft fordert eine Angleichung der Asse-Löhne an das Tarifniveau der Deutschen Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern (DBE), bei der die Bergleute der geplanten Atommülllager Gorleben, Morsleben (Sachsen-Anhalt) und Schacht Konrad (Salzgitter) angestellt sind.

Im Falle eines Streiks würden nicht nur die Vorbereitung und Stabilisierung der geplanten Rückholung in der Asse stocken, sondern auch Anträge und Genehmigungen nicht mehr bearbeitet werden.