Isar 2 Spitzenreiter

In Bayern: Weniger Strom aus Wasserkraft

In Bayern wurde im vergangenen Jahr weniger Strom aus Wasserkraft erzeugt. Grund ist der regenarme Sommer. Dennoch bleibt die Wasserkraft der bedeutendste regenerative Energieträger im Freistaat. 70 Prozent des Strombedarfs wurden aus dem Kernkraftwerk Isar 2 gedeckt.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

München (red) - Ausgelöst durch den regenarmen Sommer ist die Stromerzeugung aus Wasserkraft in Bayern in 2003 um knapp 25 Prozent zurückgegangen, meldet der Verband der bayerischen Elektrizitätswirtschaft (VBEW). Strom aus Wind, Sonne und Biomasse hätten zwar prozentual stark zugenommen, decken gemeinsam jedoch nur etwas mehr als ein Prozent des Stromverbrauchs in Bayern.

Die Wasserkraft bleibt damit der bedeutendste erneuerbare Energieträger in Bayern. Sie trägt mit 16 Prozent zur Deckung des bayerischen Stromverbrauchs bei. 70 Prozent des in Bayern erzeugten Stroms wurden in Kernkraftwerken erzeugt. Isar 2 war mit einer Stromproduktion von mehr als zwölf Milliarden Kilowattstunden bundesweiter Spitzenreiter bei der Stromproduktion.

Der Stromverbrauch in Bayern ist im Jahr 2003 im Vergleich zum Vorjahr um knapp zwei Prozent gestiegen. Dies lässt sich durch den heißen Sommer und den dadurch verstärkten Einsatz von Kühlanlagen erklären. Auch die steigende Bedeutung von Strom als Modernisierungs- und Innovationsenergie macht sich bemerkbar. Trotz Steigerung des Stromverbrauchs und leicht rückläufiger heimischer Produktion konnte der in Bayern verbrauchte Strom in heimischen Anlagen erzeugt werden.