Teurer

Importkosten für Steinkohle aus Übersee gestiegen

Die in Deutschland vor allem zur Stromerzeugung genutzte Steinkohle aus Übersee ist deutlich teurer geworden. Der Preis je Tonne Steinkohle aus Ländern außerhalb der EU sei im zweiten Quartal um knapp ein Viertel gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Wiesbaden (red) - Steinkohle aus Ländern außerhalb der europäischen Union kostete in den Monaten April bis Juni 2005 den Angaben zufolge durchschnittlich 63,57 Euro je Tonne. Das sind 22 Prozent mehr als im zweiten Quartal 2004, als für eine Tonne durchschnittlich 51,97 Euro gezahlt werden mussten.

Die "Drittlandskohle" mache gut drei Viertel der deutschen Kohleimporte aus, teilten die Statistiker weiter mit. Die pro Quartal importierten Mengen schwankten hier zwischen acht und neun Millionen Tonnen. In den ersten sechs Monaten sei die Menge der importierten Steinkohle aus Drittländern jedoch um knapp fünf Prozent auf Jahressicht gesunken. Haupteinfuhrländer sind Russland mit 2,3 Millionen Tonnen im zweiten Quartal 2005, Südafrika mit 1,9 Millionen Tonnen und Australien mit 1,0 Millionen Tonnen.

Der Preis der Importkohle orientiert sich an ihrem durchschnittlichen "unteren Heizwert", er zeigt die Qualität der Kohle an. Die teuerste Steinkohle mit dem höchsten Heizwert - etwa 30 Gigajoule je Tonne - kommt aus den USA und kostet über 100 Euro je Tonne. Die preiswerteste Drittlandskohle stammt aus Kolumbien, kostet unter 60 Euro je Tonne, hat aber einen unteren Heizwert von nur 25 Gigajoule je Tonne.