Statistik

Importe: Deutschland brauchte im März weniger Rohöl

Im März 2006 wurden nach vorläufigen Berechnungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) 8,6 Millionen Tonnen Rohöl nach Deutschland importiert. Das waren 12,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor (9,8 Millionen Tonnen). Gleichzeitig stieg allerdings der Preis.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Eschborn (red) - Der Durchschnittspreis für die Tonne Rohöl betrug im März 371,76 Euro und lag damit um 31,5 Prozent über dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats (282,63 Euro). Die deutsche Rohölrechnung belief sich somit im März 2006 auf 3,2 Milliarden Euro - um 426 Millionen Euro höher als im März 2005.

Vergleicht man die Jahreszeiträume April 2005 bis März 2006 mit der entsprechenden Referenzperiode April 2004 bis März 2005 lässt sich folgendes feststellen:

  • die Rohöleinfuhren sanken um 1,2 Prozent von 111,5 auf 110,2 Millionen Tonnen,
  • die deutsche Rohölrechnung fiel im aktuellen Zeitraum mit 37,8 Milliarden Euro um 11,2 Milliarden Euro höher aus und
  • der Grenzübergangspreis für die Tonne Importrohöl lag aktuell mit 343,49 Euro im Schnitt um 43,9% höher.

Die fünf wichtigsten von insgesamt 28 Lieferländern waren im aktuellen zwölfmonatigen Berichtszeitraum die Russische Föderation (37,0 Millionen Tonnen), Norwegen (17,0 Millionen Tonnen), Großbritannien (14,2 Millionen Tonnen), Libyen (12,9 Millionen Tonnen) und Kasachstan (7,7 Millionen Tonnen). 28,3 Prozent der gesamten Rohöleinfuhren stammten im Berichtszeitraum aus britischen und norwegischen Nordseeölquellen, 23,3 Prozent wurden aus OPEC-Mitgliedsländern importiert.