Exportschlager

Immer mehr Solarzellen werden ins Ausland exportiert

Windenergie- und Solarstromunternehmen erwirtschaften einen immer größeren Teil ihrer Umsätze im Ausland. Während in der Windenergiebranche der Export schon lange den größten Anteil einnimmt, holt die Solarenergie jetzt auf.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Bielefeld (red) - Die Zeichen stehen auf Export. Nach Angaben des Bundesumweltministeriums erwirtschafteten die Unternehmen der Erneuerbare-Energien-Branchen im Jahr 2006 einen Umsatz von 4,4 Milliarden Euro im Ausland. Zwei Jahre zuvor waren es noch 2 Milliarden Euro. Der Exportanteil liegt mit durchschnittlich 37 Prozent zwar noch deutlich unter dem des Maschinen- und Anlagenbaus, aber Experten sagen ein starkes Wachstum voraus.

Während Windenergieunternehmen mit ihren Auslandsgeschäften in Europa, den USA, Indien und China bereits den größten Teil ihres Umsatzes erwirtschaften, zieht nun die Photovoltaikbranche nach. Große deutsche Hersteller von Solarzellen kündigten gegenüber der Fachzeitschrift Sonne Wind & Wärme an, nicht nur ihre Produktion, sondern auch den Exportanteil deutlich zu steigern. Nicht ohne Grund: In China ließen sich für Solarzellen um bis zu 15 Prozent höhere Preise erzielen als in Deutschland, wie ein Insider der Zeitschrift bestätigt habe. Deutsche Modulhersteller, die bisher diese Zellen für ihre Produktion verwendeten, sind davon wenig begeistert - sie haben mit Materialengpässen zu kämpfen.

Einer der Gründe für den Erfolg ist ebenfalls ein Exportmodell: Das Erneuerbare-Energien-Gesetz. Die in diesem Gesetz garantierte Einspeisevergütung für Strom aus erneuerbaren Energien führte in Deutschland zu einem rasanten Wachstum. Nun ahmen rund 40 Länder weltweit das Gesetz nach, an der Spitze Spanien, Italien, Frankreich und Portugal.