VDN-Statistik

Im- und Export: Deutschland bleibt beliebtes Strom-Transitland

Deutschland bleibt laut Informationen des Verbandes der Netzbetreiber (VDN) wichtigstes Transit-Land und Drehscheibe im europäischen Strommarkt: Die Importe betrugen 2005 insgesamt 53,4 Milliarden Kilowattstunden, die Exporte 61,9 Milliarden Kilowattstunden.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Damit weist die Bilanz 2005 einen Exportüberschuss von 8,5 Milliarden Kilowattstunden aus, so der VDN weiter. Der Saldo beträgt damit etwas über ein Prozent der deutschen Stromerzeugung und liege innerhalb der üblichen Schwankungsbreite. Im langjährigen Mittel halten sich Stromexporte und -importe laut VDN in etwa die Waage.

Der VDN bilanziert dabei die messbaren physikalischen Stromflüsse über Deutschlands Grenzen, nicht aber Handels- oder Börsenangaben. Dr. Konstantin Staschus, Geschäftsführer des VDN: "Die Zahlen machen außerdem deutlich, dass es an den Kuppelstellen zu den Nachbarländern zwar zeitweise zu Engpässen kommen mag. Insgesamt gesehen ist Deutschland jedoch ein Vorreiter, wenn es um den Austausch von Strom innerhalb der EU geht - und damit beim freien Wettbewerb auf dem Strommarkt."

Knapp ein Drittel (16,2 Milliarden Kilowattstunden) der deutschen Stromeinfuhren kamen 2005 aus Frankreich, 2004 waren es 15,5 Milliarden Kilowattstunden gewesen. Bezogen auf die physikalischen Flüsse bleibt Frankreich somit größter Stromexporteur nach Deutschland. Ein großer Anteil dieser Stromflüsse beinhalten allerdings Transite in andere Länder. An zweiter Stelle folgten die Stromflüsse aus Tschechien mit 13,0 (2004: 13,1) Milliarden Kilowattstunden, dahinter folgte Dänemark mit 10,3 (2004: 5,3) Milliarden Kilowattstunden.

Von den deutschen Exporten gingen 2005 fast 31 Prozent oder 19,2 (2004: 17,3) Milliarden Kilowattstunden in die Niederlande. In die Schweiz flossen 18,1 (2004: 11,8) und nach Österreich 15,4 (8,9) Milliarden Kilowattstunden.

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