Japans Osten

Im Großraum Tokio wird der Strom knapp

Im Osten Japans drohen wegen der Atomkatastrophe im Atomkraftwerk Fukushima 1 und des Ausfalls weiterer Kraftwerke nach der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe großflächige Stromausfälle. Der japanische Wirtschaftsminister ruft deshalb zum Stromsparen auf.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Tokio (afp/red) - Sollten Unternehmen und Bürger ihren Stromverbrauch nicht drastisch reduzieren, könnte unter anderem in der Hauptstadt Tokio noch am Donnerstagabend der Strom wegbleiben, warnte Wirtschaftsminister Banri Kaieda. Bereits am Vormittag habe der Stromverbrauch beinahe der Stromproduktion entsprochen. Wenn zum Abend hin der Stromverbrauch wie üblich zunehme, drohe ein Blackout.

Stromausfall in großem Bereich droht

Erschwert werde die Situation durch den Kälteeinbruch in der betroffenen Region, durch den der Stromverbrauch angestiegen sei, erklärte Kaieda. Regierungschef Naoto Kan hatte bereits am Sonntag regionale Stromabschaltungen angekündigt, nachdem wegen des Erdbebens und Tsunamis mehrere Atomkraftwerke heruntergefahren worden waren. Der Betreiber Tepco schaltete darauf seit Montag regelmäßig für mehrere Stunden den Strom in mehreren Gebieten im Osten Japans ab.