Sieben-Punkte-Konzept

IHK Pfalz fordert günstige Energiekosten für Unternehmen

Der Energieausschuss der Industrie- und Handelskammer (IHK) für die Pfalz fürchtet angesichts der steigenden Energiepreise um die Zukunftsfähigkeit besonders der pfälzischen Unternehmen. Am Freitag übergab er der rheinland-pfälzischen Landesregierung eine entsprechende Resolution.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Ludwigshafen (ddp/sm) - "Eine sichere und kostengünstige Energieversorgung wird mehr und mehr zu einem ganz entscheidenden Standortfaktor und kann angesichts der angespannten Preissituation sehr schnell zu einem Standortnachteil werden", warnte der Ausschuss. Dabei sei der Leidensdruck der pfälzischen Unternehmen besonders hoch, weil es hier besonders viel energieintensive Industrie gebe und die Exportquote hoch sei.

Wirtschaftlicher Erfolg und soziale Sicherheit seien neben dem Umweltschutz gleichberechtigte Belange einer nachhaltigen Entwicklung. Für ein "konsistentes energiepolitisches Konzept" hat der Energieausschuss sieben Punkte in seiner Resolution verabschiedet.

Um den standortgefährdenden Preisanstieg durch "unkoordinierten Einsatz von Ökosteuer, Emissionszertifikatehandel sowie der Förderung erneuerbarer Energien und Kraft-Wärme-Kopplung" einzudämmen, soll unter anderem geprüft werden, mit welchen Instrumenten die energie- und umweltpolitischen Ziele zu den geringsten Kosten erreicht werden können.

Um auch Verbraucher zum Energiesparen zu bewegen, sollen sie besser geschult werden. Die Schulung könnten Energiemanager sowie dezentrale Netzwerke zum Erfahrungsaustausch übernehmen, die verstärkt unterstützt werden sollen. Der Ausstieg aus der Kernenergie gefährdet nach Ansicht des Ausschusses Wettbewerb und Klimaschutzziele. Die Steinkohle-Beihilfen sollen hingegen weiter deutlich gesenkt und bis 2015 beendet werden. Auch Markteinführungshilfen für erneuerbare Energien sollen laut der Resolution bis 2015 befristet werden. Allerdings solle der Staat mehr Geld für die Energieforschung bereitstellen.

Weiterführende Links
  • Die Resolution zum Download (PDF; 284 KB)