Kritik unberechtigt

IG BCE hält an Kohleförderung fest

Die Industriegewerkschaft IG BCE hat die Kritik von RWI und HWWA an den Kohlebeihilfen als Polemik und Diffamierung bezeichnet. Würde Deutschland seine eigene Kohleförderung abgeben, wäre man mengen- und preismäßig nur wenigen Lieferanten ausgeliefert und das wäre ein verhängnisvoller Fehler.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Hannover (red) - Die Gewerkschaft IG BCE hat die neuerliche Kritik des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) an den Kohlebeihilfen zurückgewiesen und sie als Polemik und Diffamierung bezeichnet.

Wer ernsthaft die These vertrete, Energieversorgungssicherheit sei keine staatliche Aufgabe und könne den Märkten überlassen werden, habe jeden Bezug zur Realität verloren, wetterten die Arbeitervertreter heute in Hannover. Das RWI würde nicht nur die Wertschöpfung des Bergbaus, seine Bedeutung für den Arbeitsmarkt und seine beispielhaften Anstrengungen zum Subventionsabbau verkennen sondern auch wichtige energiepolitische Fakten ausblenden.

Wenn Deutschland und die EU ihre eigene Kohleförderung aufgeben, seien sie nicht nur mengenmäßig sondern auch bei der Preisgestaltung wenigen Lieferanten ausgeliefert, hieß es weiter. Deshalb wäre der Ausstieg aus dem heimischen Steinkohlenbergbau ein verhängnisvoller Fehler.