Ganzheitliche Betrachtung

IfED: Energieeinsparverordnung favorisiert für Wärmepumpen

Wärmepumpen unterschreiten die Anforderungen der Energieeinsparverordnung um fast 30 Prozent. Das hat das Heidelberger IfED Institut für Energiedienstleistungen jetzt errechnet. Damit wird ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Die höheren Investitionskosten der Anlage können laut IfED beim Wärmeschutz und den Betriebskosten wieder ausgeglichen werden.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Energieeinsparverordnung, die Seit 2002 gilt, stellt Anforderungen an den Wärmeschutz und die Heizungsanlagen von Neubauten. Das IfED hat in einer Musterrechnung für ein etwa 150 Quadratmeter großes Einfamilienhaus festgestellt, dass mit einer Erdreich–Wärmepumpe schon bei Einhaltung der vorgeschriebenen Werte des Wärmeschutzes, die Gesamt-Anforderungen der Energieeinsparverordnung um 28 Prozent unterschritten werden. "Kein anderes Heizsystem erreicht mit so wenig Aufwand solch positiven Einspareffekt", kommentiert Rüdiger Winkler, Leiter des Instituts.

Gut ein Drittel des Kohlendioxidausstosses wird dem Energieverbrauch im Gebäudebereich zugerechnet. Wärmepumpen nutzen in beträchtlichem Umfang Umweltwärme und benötigen wenig Primärenergie. Sie erreichen deshalb bei der Energieeinsparverordnung besonders gute Ergebnisse. Wie die Heidelberger Experten errechnet haben, kann diese Bilanz auch durch einfache Maßnahmen weiter verbessert werden. So führt beispielsweise eine verbesserte Heizungsregelung dazu, dass der flächenbezogene Primärenergiebedarf – ausschlaggebender Punkt in der Energieeinsparverordnung – um etwa drei Prozentpunkte sinkt. Durch eine verringerte Schaltdifferenz oder einen elektronischen Regler sei dies einfach und preiswert umzusetzen.

Um den Klimaschutz weiter zu stärken schlägt das IfED vor, bei einer Fortschreibung der Energieeinsparverordnung nicht nur den Primärenergieverbrauch als wichtigsten begrenzenden Punkt sondern auch Kohlendioxid-Faktoren der eingesetzten Energieträger zu beachten.

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