Steuer-Aktionismus schadet dem Klimaschutz

IfED: Ausnahmeregelungen für Wärmepumpen überfällig

Die Ökosteuer und anderen Sonderlasten behindern über den Strompreis den Einsatz hocheffizienter technischer Lösungen wie Wärmepumpen. Das Institut für Energiedienstleistungen GmbH (IfED) in Heidelberg fordert deshalb Ausnahmeregelungen für diesen Bereich. Im Vergleich zum Gewinn für die Umwelt wäre der finanzielle Verlust für den Staat verschwindend gering.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

"Die Anwendung der Sondersteuern auf diese Technik, bestraft Bürger, die sich mit dem Kauf einer Wärmepumpe für aktiven Klimaschutz entschieden haben und behindert die weitere Verbreitung", erläutert Rüdiger Winkler, Leiter des IfED Instituts, seine Position. Wärmepumpen nutzen in erheblichem Umfang erneuerbare Energien und stellen nach Meinung des Heidelberger Energieexperten die beste verfügbare technische Lösung zur Einsparung von Primärenergie und Reduzierung der Kohlendioxid-Emissionen im Gebäudesektor dar. "Die Sonderlasten, führen inklusive Mehrwertsteuer zu einer Preissteigerung von 25 bis 30 Prozent für Wärmepumpenstrom, also den Energiekosten der Betreiber", so Winkler weiter.

Die Unterstützung anderer Techniken, z.B. der Kraft-Wärme-Kopplung, sei nur die zweitbeste Lösung, da Wärmepumpen höhere Einsparungen erzielen würden. Die Kraft-Wärme-Kopplung verlangt eine gleichzeitige Nutzung von Strom und Wärme. Durch die immer bessere Wärmedämmung sind die Einsatzmöglichkeiten im Gebäudesektor immer geringer geworden. Das trifft nach Meinung des IfED Instituts auch auf Brennstoffzellen zu, die das selbe Prinzip verfolgen. Da der Stromverbrauch von Wärmepumpen mit eigenen Zählern erfasst wird, wäre ein Verzicht auf fiskalische Zusatzlasten leicht machbar. Im Vergleich zum Gewinn für die Umwelt wäre der finanzielle Verlust für den Staat verschwindend gering, ist das IfED überzeugt. "Wärmepumpen sind heute schon ausgereift und wirtschaftlich, sofern sie nicht fahrlässig ins klima- und energiepolitische Abseits gestellt werden", fasst Winkler die Auffassung seines Instituts zusammen.