Strom-News
WirtschaftskriseWegen der Wirtschaftskrise wird der weltweite Strombedarf 2009 erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg sinken. Die Internationale Energieagentur IEA gehe von einem Nachfragerückgang um 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr aus, sagte ihr Chefvolkswirt Fatih Birol der Nachrichtenagentur AFP in Paris.
Paris (afp/red) - Den stärksten Rückgang der Stromnachfrage werde voraussichtlich Russland mit zehn Prozent verzeichnen, sagte Birol. Im Durchschnitt der Industrieländer der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) rechne die IEA mit einem Minus von fünf Prozent. Selbst im auch in der Krise weiter wachsenden China werde der Strombedarf um zwei Prozent unter dem Vorjahr liegen.
Im Zusammenhang mit der Krise rechnet die IEA dieses Jahr auch mit einem Einbruch der Investitionen in erneuerbare Energien. Diese würden voraussichtlich um 38 Prozent fallen, sagte Birol. Grund seien die gesunkenen Öl- und Gaspreise, aber auch die Schwierigkeiten für Unternehmen, wegen der Finanzkrise Gelder für Energieprojekte zusammenzubekommen. "Diese Gesellschaften, die oft eine mittlere Größe haben, sind noch in der Entwicklungsphase und damit empfindlich."
Die IEA erklärt in ihrem Bericht, dass die von den G-20-Ländern geplanten Ausgaben zur Förderung von erneuerbaren Energien unzureichend sind, um den Klimawandel zu bekämpfen. "Diese Ausgaben müssen sechs Mal höher als vorgesehen sein, wenn man diese Herausforderung wirkungsvoll angehen will", sagte Birol.
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