Aussicht

IEA senkt Prognose zur Ölnachfrage 2010

Die IEA hat ihre Prognose zur Entwicklung der globalen Ölnachfrage im laufenden Jahr wieder etwas nach unten revidiert. Die globale Nachfrage werde 2010 bei 86,4 Millionen Barrel pro Tag liegen, und damit um 1,9 Prozent höher als im Vorjahr, heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Monatsbericht der Agentur.

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Paris (ddp.djn/red) - Gegenüber dem vorigen Monatsbericht wurde die Prognose um 220.000 Barrel pro Tag gesenkt. Im vergangenen Jahr belief sich die Ölnachfrage der jüngsten Schätzung zufolge auf 84,8 Millionen Barrel täglich, 1,4 Prozent weniger als 2008.

Der Internationale Energieagentur (IEA) zufolge ist die Revisionen der Prognose vornehmlich auf Anpassungen bei den Basisdaten zurückzuführen. Doch hätten vorläufige Daten zum März-Verbrauch auch zu der Einschätzung geführt, dass der Verbrauch in Asien und dem Nahen Osten möglicherweise zu hoch angesetzt worden sei. In Nordamerika sei der Verbrauch dagegen höher als erwartet.

Das weltweite Ölangebot war im April mit 86,6 Millionen Barrel pro Tag gegenüber dem Vormonat unverändert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat war das Angebot jedoch um 2,6 Millionen Barrel höher.

Die Rohölförderung der OPEC lag im April um 40.000 Barrel pro Tag höher als im Vormonat bei 29,03 Millionen Barrel täglich. Die Förderung der nicht der OPEC angehörenden Erzeugerländer ging saisonal bedingt um 175.000 Barrel auf 52,4 Millionen Barrel pro Tag zurück.

Die Lagerbestände der Industrie in den der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) angehörenden Ländern stiegen im März um 7,3 Millionen auf 2,709 Milliarden Barrel. Vorläufige Daten für April lassen der IEA zufolge einen kräftigen Anstieg der Lagerbestände erwarte.