Bericht

IEA rückt offenbar von Kritik an deutschem Atomausstieg ab

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat laut einem Medienbericht ihre Kritik am deutschen Atomausstieg aufgegeben. Das gehe aus dem letzten Entwurf des IEA-Länderberichts "Deutschland 2013" hervor, den die Organisation am Freitag vorstellen wolle, berichtete "Spiegel Online" am Mittwoch. Trotz des Atomausstiegs halte die IEA die Stromversorgung in Deutschland für gesichert.

Atomstrom-Ende© i12 GmbH

Hamburg (AFP/red) - Der deutsche Kraftwerkspark verfüge "bis mindestens 2014" über "zufriedenstellende Reservekapazitäten", zitierte "Spiegel Online" aus dem Bericht. Außerdem sei Deutschland auf einem "guten Weg", seine CO2-Emissionen wie angekündigt bis 2020 um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 zu verringern. Die IEA hatte dem Bericht zufolge noch bis zum Herbst 2012 "negative Folgen für den Klimaschutz, die Versorgungssicherheit und eine preisgünstige Stromerzeugung" durch den Atomausstieg befürchtet.

Tipps für die deutsche Energiepolitik

Zu den steigenden Strompreisen schreibt die IEA laut "Spiegel Online" in ihrem aktuellen Länderbericht, die Bundesregierung müsse darauf achten, dass "die Kosten, aber auch die Vorteile der deutschen Energiewende" fair auf alle Beteiligten verteilt würden. Dazu sei es ratsam, "von Steuererleichterungen für den Industriesektor abzurücken".

Quelle: AFP