IEA Wind Annex 25

IEA Expertengruppe zur Windenergie gegründet

Unter der Schirmherrschaft der Internationalen Energieagentur (IEA) hat sich kürzlich beim ISET in Kassel ein Gruppe mit der Bezeichnung "IEA Wind Annex 25" gegründet. Ihre Aufgabe: Den größtmöglichen Windenergie-Anteil an der Stromerzeugung ermitteln und ihn weiter erhöhen.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Kassel (red) - Kürzlich trafen sich 20 Wissenschaftler aus acht europäischen Ländern im Kasseler Solarinstitut ISET um ein Expertenteam für die optimierte Einbindung von Windenergie in die Stromversorgung zu gründen. Unter der Schirmherrschaft der Internationalen Energieagentur (IEA) hat sich die Gruppe mit der Bezeichnung "IEA Wind Annex 25" die Aufgabe gestellt, den maximal möglichen Anteil von Windenergie an der Stromerzeugung für verschiedene Länder zu ermitteln und Lösungen zu erarbeiten, diesen Anteil weiter zu erhöhen.

"Mit mehr als 17 500 Megawatt Leistung ist Deutschland die absolute Nummer eins in der Windenergienutzung. Die Erfahrungen und die bereits existierenden technischen Lösungen sind für andere Länder sehr hilfreich, um den Ausbau der Windenergie weiter voranzutreiben", erläuterte Prof. Jürgen Schmid, Vorstandsvorsitzender des ISET.

"Um den Windstrom optimal nutzen zu können, muss der Energieversorger genau wissen, wann und wie viel Energie aus Wind erzeugt wird. Zur Lösung dieses Problems hat das ISET Prognosemodelle entwickelt, die den Übertragungsnetzbetreibern mit 95-prozentiger Genauigkeit den zeitlichen Verlauf des Windstroms für 72 Stunden im Voraus berechnen", ergänzte Dr. Kurt Rohrig, der für das ISET als deutscher Repräsentant in der Gruppe mitarbeitet.

In der Expertengruppe wird die Rolle von genauen Windprognosen ebenso Gegenstand der Untersuchungen sein wie die zu erwartenden Kosten bei verstärktem Windenergieausbau oder die Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit.