Weltweite Anstrengungen nötig

IEA: Aktuelle Klimapolitik bringt keine Senkung der CO2-Emissionen

Nach Einschätzung der Internationalen Energie-Agentur (IEA) können die weltweiten CO2-Emissionen nur mit deutlichen Anstrengungen und Investitionen gesenkt werden. Führten die Regierungen weltweit hingegen ihre heutige Klimaschutzpolitik fort, würden bis 2050 sie dagegen um 130 Prozent ansteigen.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp.djn/sm) - Darüber hinaus werde sich die Ölnachfrage erhöhe sich um 70 Prozent, sagte IEA-Abteilungsleiter Antonio Pflüger. Dann werde allein die Energiebranche 44 Prozent der weltweiten Emissionen verursachen. Dies hätten Berechnungen der Agentur ergeben.

Nach Angaben von Pflüger können die CO2-Emissionen bis 2050 um 50 Prozent reduziert werden, wenn alle Technologien dahingehend weiterentwickelt werden. Die Windenergieanlagen sollten jährlich um rund 17.500 Turbinen erweitert werden. Gebäude, Geräte, Fahrzeuge sowie die Stromerzeugung müssten energieeffizienter gestaltet werden. Das könne über eine Kombination von erneuerbaren Energien, Kernkraft und Technologien zur unterirdischen CO2-Einlagerung erreicht werden. Auch die verstärkte Einführung von Hybridautos sei eine Möglichkeit. Durch eine Zusammenführung von Gebäudehüllen, Wärmepumpen und Solarheizungen könne der Energieverbrauch in Gebäuden verringert werden.

Der IEA zufolge müssen in neue Technologien bis 2050 etwa 45 Billionen Dollar (29 Billionen Euro) beziehungsweise 1,1 Prozent des durchschnittlichen jährlichen globalen Bruttoinlandsproduktes investiert werden. Es sei eine globale Energierevolution vonnöten, betonte die IEA.