Strom-News
GegenleistungDas Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat eine finanzielle Beteiligung der Großbanken an der Energiewende vorgeschlagen. Dies könne eine Gegenleistung für die staatliche Bankenrettung sein, heißt es in dem am vergangenen Dienstag in Berlin veröffentlichten Vorschlag der DIW-Expertinnen Claudia Kemfert und Dorothea Schäfer.
(Foto / Abb.: Fotolia.de)Berlin (AFP/red) - Zur Begründung führen sie aus, dass der Staat wegen der Ausgaben für die Bankenrettung und den Fiskalpakt in seinen finanziellen Möglichkeiten beschränkt sei und die Energiewende deshalb ohne privates Kapital nicht finanzierbar sei.
Beim Umstieg von Atomkraft auf Energie aus erneuerbaren Quellen fallen hohe Kosten an. Teuer dürfte insbesondere der Netzausbau werden, der hohe Investitionen erfordert. Die neuen Netze sind unter anderem nötig, um Windstrom aus dem Norden in die Industriezentren im Westen und Süden Deutschlands zu transportieren.
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Die Bundesnetzagentur schlägt wegen neuer Verzögerungen beim Ausbau des deutschen Stromnetzes Alarm. Der Präsident der Aufsichtsbehörde, Jochen Homann, warnte am Freitag in Bonn: "Der Ausbau des deutschen Höchstspannungsnetzes muss dringend beschleunigt werden."
Umweltverbände fordern ein strategisches Konzept zur Munitionsbergung in Nord- und Ostsee, nachdem kürzlich bei Arbeiten für einen Windpark drei Seeminen entdeckt worden waren. Es könnten noch mehr werden: Allein die Trasse für diesen Windpark schneidet ein Gebiet, in dem bis zu 2000 Tonnen an Waffen und Munition vermutet werden.
Auch ein Jahr nach dem Beschluss zur Energiewende ist der Rückhalt in der Bevölkerung für den Atomausstieg groß. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag der bayerischen Wirtschaft. Zwei Drittel der Befragten erwarten entweder gar keine Auswirkungen auf die Wirtschaft oder sogar positive Effekte.
Wegen der Probleme bei der Offshore-Windenergie und beim Ausbau der Stromnetze hat das Bundeswirtschaftsministerium einem Zeitungsbericht zufolge Vertreter von Bund und Ländern und des Netzbetreibers Tennet zu einem Krisentreffen eingeladen. Dieses findet offenbar am 8. August statt.
Die umstrittenen Pläne für ein großes Steinkohlekraftwerk in Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) werden nicht realisiert. Die Gesellschafter der kommunalen Beteiligungsgesellschaft Südweststrom (SWS) nahmen am Donnerstag Abstand von dem Projekt. Hintergrund: Die geänderten politischen Mehrheiten.Strompreise vergleichen
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