Strom-News
FrankreichDas älteste französische Atomkraftwerk, das in der Nähe der deutschen und schweizerischen Grenze steht, liegt nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA in mehreren Punkten hinter weltweit gültigen Standards zurück.
Fessenheim (afp/red) - Die Betreiber von Fessenheim müssten unter anderem eine Rangordnung für geplante "Eingriffe" nach sicherheitsrelevanten Vorfällen festlegen, forderte die IAEA nach einer dreiwöchigen Kontrolle des Atommeilers im Elsass. Außerdem müssten sie Leitungen und heißes Material besser abdichten, um die Beschäftigten vor Unfällen zu schützen und Stürze durch Elektrokabel zu verhindern.
Bei etwa jedem vierten der 20 festgehaltenen Punkte spreche die IAEA eine "Empfehlung" für Fessenheim aus, sagte der Leiter der Kontrolle, Gabor Vamos.
In den anderen Fällen handele es sich um Vorschläge zu Dingen, die der Energiekonzern EDF als Betreiber verbessern könne, die aber nicht gegen internationale Standards verstießen. Vamos hatte die Anlage mit einem Dutzend Kollegen drei Wochen lang geprüft und dabei auch die Leistung sowie den Ausbildungsstand der Beschäftigten unter die Lupe genommen. Einen Abschlussbericht will er in spätestens drei Monaten vorlegen.
Umweltschützer im deutsch-französisch-schweizerischen Dreiländereck fordern seit Jahren die Stilllegung des Atommeilers Fessenheim. Sie begründen dies mit dem Erdbebenrisiko im Oberrheingraben und den zahlreichen Pannen in dem Atomkraftwerk, das seit 1977 in Betrieb ist. Im Dezember beantragten deutsche, schweizerische und französische Atomkraftgegner beim Straßburger Verwaltungsgericht, das Kraftwerk abzuschalten.
Die IAEA kontrollierte Fessenheim nach Angaben der Kraftwerksleitung auf Antrag der französischen Regierung, wobei die Erdbebengefahr nicht untersucht wurde. Zuletzt hatte die internationale Behörde das Atomkraftwerk 1992 inspiziert. Im Oktober findet für den Reaktor I des Kraftwerks die übliche Zehn-Jahres-Prüfung der französischen Atomaufsicht statt, Mitte 2010 ist der zweite Reaktor an der Reihe. Danach gibt die Aufsichtsbehörde ASN eine Empfehlung ab, ob die Laufzeit nochmals um zehn Jahre verlängert werden soll.
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Der vor 19 Jahren beschlossene Rückbau der ostdeutschen Atomkraftwerke in Lubmin (Mecklenburg-Vorpommern) und im brandenburgischen Rheinsberg geht in die Endphase. Bislang seien etwa 80 Prozent der Arbeiten abgeschlossen, so der Chef der Energiewerke Nord GmbH (EWN), Dieter Rittscher.
Frankreich und Italien vertiefen ihre Zusammenarbeit bezüglich Atomenergie. Bei einem französisch-italienischen Gipfeltreffen am Dienstag solle die geplante italienische Beteiligung am zweiten Europäischen Druckwasserreaktor (EPR) in Frankreich besiegelt werden, hieß es am Montag in diplomatischen Kreisen in Rom.
Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) unterstützt den Bau einer Schutzhülle für das ukrainische Atomkraftwerk Tschernobyl. Die EBWE und die Regierung in Kiew unterzeichneten am Montag ein Abkommen über Finanzhilfen in Höhe von 135 Millionen Euro.
Schwedens Regierung macht beim geplanten Atomausstieg offenbar einen Rückzieher. Bei einer Neuformulierung der Energiepolitik stellte die Mitte-Rechts-Koalition am Donnerstag klar, dass demnächst auch neue Atomkraftwerke gebaut werden könnten.
Wegen der ungewöhnlichen Kälte in Frankreich läuft der französische Atompark derzeit auf Hochtouren. Atomkraftgegner kritisieren übliche Elektroheizungen, mit denen ein großer Teil der Wohnungen im Land beheizt werde. Dies mache Frankreich abhängig von Stromimporten - unter anderem aus Deutschland.Strompreise vergleichen
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