Messe zu Windenergie

HUSUMwind 2007: Wachstumssignale aus der Windenergiebranche

Am Dienstag beginnt die weltgrößte Windenergie-Messe HUSUMwind. Derzeit kommt noch jede dritte weltweit installierte Windkraftanlage aus Deutschland, so sei die Branche nicht nur für den Klimaschutz, sondern auch für die deutsche Wirtschaft von Bedeutung, so der BWE.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Husum (ddp/sm) - Was 1989 in einer Viehhalle mit löchrigem Dach am Ortsrand Husums begann, hat sich zur Leitmesse der Windindustrie gemausert. Die mittlerweile zehnte Auflage der HUSUMwind, die am Dienstag beginnt, kann vom rasanten Wachstum der Branche künden.

Angesichts steigender Energiepreise sowie der international geführten Diskussion um erneuerbare Energien kommt der HUSUMwind 2007 jedenfalls besondere Bedeutung zu, glauben Branchenkenner. "Alle großen Hersteller, alle wichtigen Akteure sind hier", sagt Messegeschäftsführer Hanno Fecke. 640 Aussteller aus über 30 Nationen, das bedeute einen neuen Rekord und ein rund 20-prozentiges Wachstum gegenüber 2005.

Weltweit sind im vergangenen Jahr 15.000 Megawatt Windenergieleistung an die Stromnetze gegangen. 2005 waren es noch 10.900, im Jahr zuvor 7600 Megawatt. Mit insgesamt rund 21.000 Megawatt habe Deutschland nach wie vor den größten Anteil an der weltweit installierten Leistung. "Aber wir müssen aufpassen, dass wir diese Führerschaft behalten", sagt der Präsident des Bundesverbandes Windenergie (BWE), Hermann Albers. Schon 2006 hätten die USA bei den Neuaufstellungen mit rund 2500 Megawatt die Nase vorn gehabt.

In Schwellenländern wie Indien, China oder Marokko, da sind sich die Experten einig, liegen die Märkte der Zukunft. Diese Länder machen sich die Förderung erneuerbarer Energien zum politischen Ziel und schaffen entsprechend gute gesetzliche Rahmenbedingungen. Und Staaten, die Perspektiven für die Windenergie bieten, beanspruchten zunehmend, dass dort auch produziert werde, sagt Albers. Das heiße nichts anderes, als dass die Volkswirtschaften dieser Länder auch von der Anlagenherstellung profitieren wollten. Noch stammt jede dritte Windkraftanlage in der Welt aus deutscher Produktion, sagt der BWE-Präsident.

Die Politik müsse jedoch die Bedeutung der Branche nicht nur für den Klimaschutz, sondern auch für die heimische Wirtschaft erkennen, sagt er mit Blick auf die in Berlin anstehende Novellierung des Erneuerbare Energien-Gesetzes (EEG). Experten gehen davon aus, dass die Umsätze in der Branche der regenerativen Energien in Deutschland bis spätestens 2020 die der Automobilindustrie überholt haben werden.