Entflechtung

HSE gründet eigene Netzgesellschaft

Die HEAG Südhessische Energie AG (HSE) gründet zum 1. Juli einen eigenen Verteilnetzbetreiber. Im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben zum Unbundling hat der Netzbetreiber damit seinen Teil erfüllt. Die Neugründung soll keine Auswirkungen auf Lieferungen an die Kunden haben.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Darmstadt (red) - Das neue Energiewirtschaftsgesetz schreibt allen Versorgungsunternehmen mit mehr als 100.000 Kunden vor, die Erzeugung, den Transport und den Vertrieb von Energie gesellschaftsrechtlich zu trennen. Der Gesetzgeber verspricht sich von dieser Entflechtung (Unbundling) mehr Wettbewerb auf dem Energiemarkt.

Aus diesem Grund überträgt die HEAG Südhessische Energie AG (HSE) ihre Aufgaben als Netzbetreiber für Strom- und Gas zum 1. Juli in eine eigenständige Gesellschaft. Die neue Gesellschaft trägt den Namen Verteilnetzbetreiber (VNB) Rhein-Main-Neckar GmbH & Co. KG. Das Tochterunternehmen ist künftig für den Betrieb, den Ausbau und die Instandhaltung der Energienetze zuständig, wie die HSE mitteilt. Diese Umorganisation soll keine Auswirkungen auf die Strom- und Gaslieferverträge mit den Verbrauchern haben.

Der VNB soll sicherstellen, dass alle Energievertriebsunternehmen diskriminierungsfrei zu den gleichen Bedingungen Zugang zu den Netzen haben. Das Unternehmen unterliegt den Vorgaben der Bundesnetzagentur, die als Regulierungsbehörde die Netzentgelte für den VNB festlegt. Die Höhe der Entgelte entscheidet über das künftige Niveau der Versorgungssicherheit- und zuverlässigkeit. Geschäftsführer des VNB sind Dr. Ulrich Groß und Reinhard Kalisch, die zusammen mit 40 Mitarbeitern von der HSE in die neue Gesellschaft wechseln.