Expansion

HSE erwirbt weitere Anteile an der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG

Für 30,2 Millionen Euro übernimmt die HEAG Südhessische Energie AG (HSE) zum 31. Dezember 2004 weitere 11,11 Prozent der Anteile an der Kraftwerke Mainz-Wiesbachen AG von der Energieversorgung Offenbach (EVO). Insgesamt hält der Darmstädter Versorger dann 33,33 Prozent und will mehr Unabhängigkeit gewinnen.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Darmstadt (red) - Die HEAG Südhessische Energie AG (HSE) übernimmt zum 31. Dezember die Anteile der Energieversorgung Offenbach AG (EVO) an der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG (KMW). Für die 11,11 Prozent fließen knapp 30,2 Millionen Euro. Damit besitzt die HSE dann 33,3 Prozent der Unternehmensanteile, ebenso wie die Mitgesellschafter Stadtwerke Mainz AG und die ESWE Versorgungs-AG.

Die Kraftwerke Mainz-Wiesbaden betreibt in Mainz unter anderem eines der weltweit modernsten GuD-Kraftwerke mit 400 Megawatt Leistung, ein 250 Kilometer langes Hochspannungsnetz und ein Hochdruckleitungsnetz für Erdgas. Insgesamt verfügt die KMW zurzeit über ein Stromerzeugungspotential von 750 Megawatt.

Für Albert Filbert, Vorstandsvorsitzender der HSE, hat der Erwerb weiterer Anteile an der KMW strategische Bedeutung: "Mit der Erhöhung unserer Beteiligung gewinnt die HSE zusätzlich Unabhängigkeit gegenüber den großen Stromproduzenten und sichert damit langfristig einen Teil ihrer Energiebeschaffung ab." Der Rückzug der EVO bei der KMW erklärt sich aus ihrer unternehmensstrategischen Entwicklung: "Die Beteiligung an der KMW war 1999 mit Blick auf die geplanten Fusion von HEAG und EVO realisiert worden. Mit dem Einstieg der MVV Energie AG bei der EVO haben wir uns jedoch strategisch neu orientiert", erläuterte Matthias Brückmann, Vorstandsvorsitzender der EVO, die Gründe für den Ausstieg. "Der Verkauf unserer Anteile an der KMW stärkt unserer Liquidität und setzt Kapital frei für neue Investitionen."