3.500 Tonnen CO2-Einsparung

HSE: Biogas-Einspeiseanlage soll Ende des Jahres in Betrieb gehen

Die HSE will mit einer neuen Anlage Biogas ins reguläre Erdgasnetz einspeisen. Die Biogas-Anlage wird auf dem Gelände eines landwirtschaftlichen Betriebes in Darmstadt errichtet und soll ein Neubaugebiet mit über 650 Ein-Familien-Häusern versorgen. Die Investitionskosten betragen rund 3,5 Millionen Euro.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Darmstadt (ddp-hes/sm) - Eine neue Anlage zur Einspeisung von Biogas ins reguläre Erdgasnetz soll Ende dieses Jahres auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Darmstadt in Betrieb gehen. Bauherr ist der Südhessische Energieversorger HSE. Die 3,5 Millionen Euro teure Anlage soll nach Unternehmensangaben vom Mittwoch jährlich 2,5 Millionen Kubikmeter Biogas erzeugen. Dies reicht zur Versorgung eines Neubaugebiets mit 650 Einfamilienhäusern. Betrieben werden soll die Anlage, mit deren Bau im Mai begonnen werden soll, mit nachwachsenden Rohstoffen wie Maissilage und Roggenschrot sowie mit Gülle.

Die Anlage spart laut dem Betreiber HSE jährlich fast 3.500 Tonnen Kohlendioxid ein. Landwirtschaftsminister Dietzel sagte: "Die Hessische Landesregierung hat das Ziel, den Anteil erneuerbarer Energien bei der Energieerzeugung bis zum Jahr 2015 in Hessen auf bis zu 15 Prozent zu erhöhen. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, setzt die Landesregierung auf die Doppelstrategie 'Konzentration auf Biomasse und Energieeffizienz'". Das Aktionsprogramm der HSE trage dazu bei, den Anteil der erneuerbaren Energien am Energieverbrauch in Hessen zu steigern.

Die HSE wolle in den nächsten Jahren weiter in Bioenergie investieren. Zusätzlich zu den Biogas-Anlagen sind mehrere kleine Kraftwerke geplant, die mit Holz befeuert werden. Die HSE will dabei mit Landwirten und Kommunen der Region zusammenarbeiten und ihnen langfristige Verträge für die Lieferung von Biomasse anbieten. Die HSE setzt auf Bioenergie, weil die regenerativen Energiequellen Wind und Wasser in Südhessen weitgehend ausgeschöpft sind. Dagegen könnten nachwachsende Rohstoffe noch viel stärker als bisher genutzt werden.