Zuschüsse vom Staat

Holzpellet-Heizung ist günstige Alternative zu Öl und Gas

Die hohen Öl- und Gaspreise sorgen nach Branchenangaben derzeit für einen Schub bei Heizanlagen, die mit Holzpellets befeuert werden. Der Einbau einer solchen umweltfreundlichen Heizung wird vom Staat gefördert. Zudem sind die Kosten pro Kilowattstunde nicht mal halb so hoch wie bei einer Ölheizung.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Stuttgart/Mannheim (red) - Laut dem Deutschen Energie-Pellet-Verbandes (DEPV) werden bis zum Jahresende in Deutschland etwa 100.000 Pelletheizungen installiert sein. Für das Jahr 2015 rechnet der Verband mit einem Marktanteil von drei bis fünf Prozent.

Günstige alternative zu Öl und Gas

Die steigenden Preise für fossile Brennstoffe hätten bei den Kunden deutliche Spuren hinterlassen, sagte DEPV-Vorsitzende Beate Schmidt. "Das Vertrauen in Öl und Gas schwindet beim Verbraucher merklich." Biomasse wie Holzpellets würden auf dem Wärmemarkt dagegen wieder als verlässliche Alternative angesehen.

Die Preise für Holzpellets seien während der vergangenen acht Jahre mit einer Steigerung von rund vier Prozent relativ beständig geblieben. Holzpellets werden heute vor allem in Sägewerken durch getrocknete Sägespäne produziert.

Staatliche Zuschüsse für umweltfreundliche Heizung

Eine Pelletheizungsanlage in einem Einfamilienhaus kostet laut Schmidt zwischen 14.000 und 17.000 Euro. Verbraucher könnten hierbei aber staatliche Zuschüsse in Anspruch nehmen, die bei etwa 2.000 Euro beginnen. In rund acht Jahren habe sich die Anlage gegenüber den Anschaffungskosten für eine Öl-Heizung amortisiert.

Nach einer Berechnung der DEPV-Vorsitzenden kostet Öl derzeit umgerechnet auf die Kilowatt-Stunde 9,3 Cent und Erdgas 7,1 Cent - Pelletholz dagegen nur 3,6 Cent.

Baden-Württembergs Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) zeigte sich erfreut über die gestiegene Nachfrage nach Pellet-Heizungen. "Die Renaissance von Holz als Brennstoff bringt einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz", denn bei energetische Nutzung von Holz sei weitgehend klimaneutral.