Zeit-Bericht

Holzheizungen dreckiger als alle Motoren

Gas und Öl werden teurer - der Holzmarkt boomt. Das Geschäft mit Pellets, Kettensägen und Öfen floriert. Doch der Trend zum gemütlichen Knisterfeuer hat Schattenseiten. Holz- und Kohleöfen pusten nicht nur Gifte wie Dioxin, Teer und krebserregende Kohlenwasserstoffe (PAH) in die Luft, sondern auch Feinstäube.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (red) - Wie die Wochenzeitung "Die Zeit" (Nummer 19, ab morgen im Handel) schreibt, produzieren laut Umweltbundesamt allein die Kamine und Holzöfen von Haushalten und Kleingewerbe jährlich 24 000 Tonnen gesundheitsschädlichen Feinstaub - mehr als alle Motoren von Pkw, Lkw und Motorrädern zusammen. In Deutschland dürften jährlich etwa 20 000 Tote auf die gesundheitliche Belastung durch Feinstäube aus Holzheizungen zurückgehen.

Weil Heizen mit Holz als kohlendioxidneutral und klimaschonend gilt, predigen Politiker lieber Russfilter für Dieselfahrzeuge und Tempolimits, heißt es in dem Bericht weiter. Diese Anstrengungen führten jedoch zehn Millionen Ofenrohre von Holzheizungen ad absurdum. Denn ein alter Holzofen belastet die Luft stärker als 3000 Gasheizungen einer ganzen Kleinstadt.

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