Kataster

Hohes Solarstrom-Potenzial im Saarland

Im Saarland könnte dreieinhalb Mal soviel Solarstrom erzeugt werden wie private Haushalte verbrauchen. Das Potenzial für Solarstromerzeugung liege bei 6.063 Gigawattstunden pro Jahr, sagte Umweltministerin Simone Peter (Grüne) am Donnerstag bei der Vorstellung eines Solarpotenzialkatasters in Saarbrücken.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Saarbrücken (dapd/red) - Das entspreche einer Deckung des Strombedarfs privater Haushalte von 356 Prozent.

Die Studie habe nicht nur eine Abschätzung des theoretischen Potenzials für Solarenergie vorgenommen, sondern unter Berücksichtigung zahlreicher Rahmenbedingungen eine "echte Berechnung" erstellt, sagte Martina Klärle von der Fachhochschule Frankfurt, die die Studie im Auftrag des Ministerium erarbeitet hat. Daraus habe sich beispielsweise ergeben, dass bei einer Nutzung von nur 30 Prozent der Dachflächen knapp 170 Prozent des privaten Strombedarfs im gesamten Land gedeckt wäre.

Saarland will Stromexportland bleiben

Weitere Potenziale liegen in der Nutzung von Grün- und Ackerflächen, für die es jedoch keine Einspeisevergütung mehr gibt. Darüber hinaus könnten Randstreifen von Autobahnen oder Bahntrassen für Solarenergie genutzt werden. Dafür strebe das Ministerium entsprechende Vereinbarungen mit dem Bund als Eigentümer an.

Das Saarland könnte bei der angestrebten Steigerung des Anteils regenerativer Energien von derzeit zwischen 5 und 6 auf 20 Prozent im Jahr 2020 weiterhin Stromexportland bleiben, zeigte sich Peter überzeugt. Das Ministerium will in den kommenden Wochen weitere Potenzialstudien zur Wind-, Biomasse- und Geothermienutzung vorstellen, die Eingang in einen "Masterplan Energie" für das Saarland finden sollen.

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