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Hoher Stromverbrauch macht IT-Schnäppchen zur Kostenfalle

Wer beim Kauf von IT- und Telekommunikationsgeräten sparen will, sollte nicht nur auf den Preis, sondern auch auf den Stromverbrauch achten. Denn oft entpuppen sich vermeintliche Schnäppchen im Nachhinein als Kostenfalle. "connect" zeigt in seiner neuen Ausgabe, wie Nutzer ihr Stromkonto entlasten können.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Stuttgart (red) - Bei DECT-Schnurlostelefonen sollten Anwender zu Geräten mit Schaltnetzteil greifen. Diese sind im Vergleich zu Modellen mit so genanntem Ringkerntrafo nicht nur kleiner und leichter, sondern wandeln zudem den Strom effizienter um und brauchen im Leerlauf fast keine Energie, informiert das Telekommunikationsmagazin "connect". Sollen im Haus mehrere Schnurlostelefone betrieben werden, sei ein Kombipack empfehlenswert. Dabei verfügen die Mobilteile zwar über jeweils eine eigene Ladeschale, sind aber gemeinsam über eine Basisstation eingebucht. Besonders stromsparende DECT-Telefone seien die Siemens-Modelle Gigaset SL370 (durchschnittlich 0,4 Watt) und Gigaset E365 (durchschnittlich 0,7 Watt) sowie das Euro 300 von Audioline (durchschnittlich zwei Watt).

Möglichst keine Extra-Hardware

Auf ein kleines, effizientes Schaltnetzteil sollten Nutzer auch beim Kauf einer VoIP-Anlage für Internet-Telefonie achten. Wer eine drahtlose Verbindung ins Internet nutzen möchte, sollte sich für ein Gerät mit WLAN entscheiden, da ein separater WLAN-Router wesentlich mehr Strom benötigt, als wenn alles in einem Gerät verbaut ist. Sehr sparsam in punkto Stromverbrauch sind laut connect die VoIP-Anlagen Fritz!Fon 7150 (6,2 Watt) und Fritz!Box Fon WLAN 7170 (6,3 Watt) von AVM. Für beide Modelle gibt es zudem inzwischen Updates, mit denen sich der Stromverbrauch laut Hersteller zusätzlich um 15 bis 20 Prozent senken lässt.

Einfachere Grafikchips

Bei Notebooks und Desktop-PCs sorgen vor allem leistungsfähige 3-D-Grafikchips für einen hohen Stromverbrauch. Erforderlich sind diese allerdings lediglich für aktuelle 3-D-Spiele und anspruchsvolle Grafik-Programme. Bei Standard-Anwendungen wie Office, Internet, Fotobearbeitung oder Videowiedergabe dagegen reiche ein einfacher Grafikchip aus.

In der Energieverwaltung ihres Notebooks oder PCs sollten Anwender einstellen, dass das Gerät bei längerer Untätigkeit automatisch in Ruhezustand oder Standby-Modus versetzt wird - das spart ebenfalls Strom. Darüber hinaus rät "connect" PC-Besitzern, vom herkömmlichen Röhren-Monitor auf ein TFT-Display umzusteigen. Bei einem 19-Zoll-Modell sinkt so der Stromverbrauch von 50 bis 100 Watt auf lediglich 20 bis 30 Watt.

Stromfresser Standby

Viele Geräte - vor allem im Bereich Unerhaltungselektronik - verbrauchen auch im Standby-Betrieb jede Menge Strom. "connect"-Tipp: Heimliche Stromfresser im Haushalt lassen sich ganz einfach mit einem preiswerten Strommessgerät aufspüren. Darüber hinaus sollten Geräte, die nicht rund um die Uhr aktiv sein müssen, an eine schaltbare Steckerleiste angeschlossen sein, mit der sich der Stromfluss komplett kappen lässt.