Teurer Spaß

Hoher Stromverbrauch durch Weihnachtsbeleuchtung

In vielen Wohnungen schmücken derzeit Licherketten oder leuchtende Sterne die Fenster - und treiben die Stromkosten in die Höhe. Einem Zeitungsbericht zufolge verbrauchen Berliner Privathaushalte so viel Strom für ihre Weihnachtsbeleuchtung, wie ein 5000-Einwohner-Dorf im ganzen Jahr.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin/Heidelberg (red) - Deutsche Privathaushalte verbrauchen mindestens 409 Millionen Kilowattstunden für ihren festlichen Lichterglanz, so das Institu für Energiedienstleistungen (IfED). Das reicht aus, um etwa 141.000 Haushalte ein Jahr lang mit Strom zu versorgen. Alleine in der Hauptstadt werden laut dem "Tagesspiegel am Sonntag" für private Lichterketten und anderen Lichtschmuck rund 17 Millionen Kilowattstunden Strom verbraucht. Das entspreche etwa dem Jahresstromverbrauch von knapp 5000 Haushalten.

Eine einzige Lichterkette mit 40 Lämpchen verbraucht laut IfED über die gesamte Weihnachtszeit rund 35 Kilowattstunden Strom und kostet den Haushalt etwa 9,5 Euro. Lichtschläuche hätten sogar einen fünf- bis sechsmal höheren Verbrauch. Ein durchschnittlicher Haushalt, der sich mit zwei Lichterketten und einem 10 m langen Lichtschlauch ziert, verbraucht zwischen dem 1. Advent und dem 6. Januar bis zu 204 kWh. Das kostet beim billigsten Strom-Anbieter rund 33 Euro und beim teuersten etwa 55 Euro erläutert Rüdiger Winkler, Leiter des IfED.

Wer dennoch nicht auf den festlichen Glanz verzichten will, dem rät das Institut zu möglichst stromsparender Beleuchtung. Hierzu zählen vor allem die LED-Lichterketten. Auch Zeitschaltuhren schonen den Geldbeutel und die Umwelt.