1000 neue Arbeitsplätze

Hohe Nachfrage: SolarWorld baut neue Solarfabrik

Der SolarWorld-Konzern baut für 600 Millionen Euro eine weitere integrierte Solarfabrik (GigaFab) in Freiberg und verdoppelt damit die Kapazitäten in der Waferproduktion in Sachsen auf ein Gigawatt. Am neuen Standort sollen ab 2008 rund 1000 neue Arbeitsplätze entstehen, teilt das Unternehmen mit.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Verdoppelung des bisherigen Ausbauziels sei der hohen internationalen Nachfrage für die Siliziumwafer der SolarWorld-Tochter Deutsche Solar AG zu verdanken. Diese habe weitere Langfristverträge mit Kunden aus der internationalen Solarzellen- und Solarmodulindustrie über 500 Millionen Euro abgeschlossen, womit sich der Auftragsbestand auf fünf Milliarden Euro mit einer Laufzeit bis 2020 summiert. 90 Prozent der Aufträge stammen aus dem Ausland, allein 43 Prozent aus Asien. Ins europäische Ausland werden 40 Prozent des Gesamtvolumens ausgeliefert. Auf Kunden aus Deutschland entfallen 10 Prozent der Bestellungen und auf Nordamerika 7 Prozent.

Durch den Abschluss neuer Rohstoffkontrakte habe der Konzern neben der anlaufenden Eigenproduktion von Silizium die notwendigen Vorpodukte zum Ausbau der Kapazitäten gesichert.

"Das Wachstum der regenerativen Energien weltweit sichert in Deutschland mittlerweile über 200.000 Arbeitsplätze. 2020 werden es mehr als 500.000 sein", sagt SolarWorld-Chef Frank Asbeck. "Durch kontinuierliche technologische Optimierungen wollen wir als SolarWorld-Konzern jährlich eine Effizienzsteigerung von mehr als 6 Prozent erreichen und damit das Regierungsziel von 3 Prozent verdoppeln. Wir sehen als Branche der Regenerativen das Potential, das Ziel der Bundesregierung, bis 2020 einen Anteil regenerativer Energien an der Stromversorgung von 27 Prozent aufzubauen, noch einmal um die Hälfte zu übertreffen und eine Zielgröße von mindestens 40 Prozent zu erreichen."