Sammelklage

Hohe Gaspreise: Prozess gegen E.ON Hanse begonnen

In Hamburg wird es heute spannend: Vor dem Landgericht der Hansestadt hat der Prozess gegen E.ON Hanse wegen überhöhter Gaspreise begonnen. Mit Unterstützung der Verbraucherzentrale hatten 52 Kunden Sammelklage eingereicht. Können sie den Versorger zur Offenlegung seiner Bilanzen zwingen?

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Hamburg (ddp-nrd/sm) - Vor dem Hamburger Landgericht hat heute der Prozess gegen den Energiedienstleister E.ON Hanse begonnen. Das Gericht verhandelt über eine Sammelklage von 52 Gaskunden, die dem Unternehmen unbegründete Preiserhöhungen vorwerfen. Es ist das erste Mal, dass deutsche Verbraucher gegen einen Energieversorger klagen.

Koordiniert wurde die im April eingereichte Klage von der Hamburger Verbraucherzentrale, die zuvor die Kunden von E.ON Hanse aufgefordert hatte, die Rechnungen nicht zu bezahlen. Das Unternehmen hat den Gaspreis seit dem vergangenen Herbst drei Mal um insgesamt 25 Prozent erhöht. Als Grund führte es die weltweit gestiegene Nachfrage und die Ölpreisbindung an.

Die Kläger wollen erreichen, dass das Energieunternehmen seine Preiskalkulation offen legt. Ihrer Auffassung nach muss ein Anbieter die Angemessenheit seiner Preise den Kunden gegenüber nachweisen. Dem Aufruf, die Rechnungen nicht zu bezahlen, sind nach Angaben der Verbraucherschützer etwa 20 000 Gaskunden nachgekommen.

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