Teuerungsrate

Hohe Energiepreise sorgen für Inflations-Jahreshoch

Zum dritten Mal in diesem Jahr hat die Inflationsrate trotz gesunkener Benzinpreise das Jahreshoch erreicht: Im August stiegen die Verbraucherpreise wie schon im Juli und im April um 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte.

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Wiesbaden (afp/red) - Das Amt korrigierte sein vorläufiges Ergebnis damit leicht um 0,1 Prozentpunkte nach oben.

Benzinpreise sanken, Gas wurde teurer

Im Vergleich zum Juli blieb die Teuerungsrate unverändert, obwohl die Benzinpreise sanken. Super, Diesel und Heizöl wurden günstiger, Gas allerdings teurer. Zudem stiegen die Preise für Bekleidung um durchschnittlich 2,2 Prozent - die Verbraucher mussten den Statistikern zufolge wegen des Übergangs von der Sommer- auf die Herbst/Winter-Kollektion mehr zahlen. Um 5,5 Prozent zurück gingen die Beiträge für die Kraftfahrzeugversicherung.

Energiepreise ziehen Inflationsrate hoch

Verglichen mit dem August im vergangenen Jahr verteuerte sich die Energie aber kräftig: Heizöl war mehr als ein Fünftel (22,1 Prozent) teurer als vor einem Jahr, Benzin und Diesel rund elf Prozent. Ohne Berücksichtigung der Energie hätte die Inflationsrate im August nur 1,4 Prozent betragen, betonten die Statistiker.