Umfrage

Hohe Energiepreise machen Standort Deutschland attraktiver

Der Anstieg der Energiepreise macht den Standort Deutschland für den Mittelstand wieder attraktiver, so das Ergebnis einer Studie. Knapp jedes vierte mittelständische Unternehmen glaubt, dass die Produktion im Inland gegenüber der Beschaffung in Ländern wie China oder Indien wegen der gestiegenen Transportkosten wieder an Bedeutung gewinnt.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Frankfurt am Main (red) - Dies geht aus einer Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) von 509 mittelständischen Unternehmen hervor. Der Trend könnte sich verstärken, wenn Energie- und Rohstoffpreise bis Dezember weitersteigen und sich damit die Logistikkosten erhöhen.

Die langfristigen Auswirkungen der Energiekrise auf den Mittelstand sind jedoch nur schwer abzuschätzen, zumal sich nur der kleinere Teil des Kostenanstiegs über höhere Preise an die Kunden weitergeben lässt. Fast 60 Prozent der Unternehmen werden zwar voraussichtlich ihre Preise erhöhen, allerdings lassen sich nach Angaben der Befragten nur zwischen 30 und 40 Prozent der Kostensteigerungen an die Kunden weitergeben. Für die Unternehmen bedeutet dies auf der anderen Seite, dass ein Großteil der höheren Kosten direkt zu Lasten ihrer Erträge geht.

Alternative Energien für mehr Unabhängigkeit

Die stärkere Nutzung alternativer Energien, beispielsweise durch die Installation von Sonnenkollektoren, ist für 60 Prozent der Mittelständler ein Thema. Voraussetzung für die meisten ist jedoch, dass das Unternehmen dadurch unabhängiger von Energielieferanten wird. Den bloßen Zukauf alternativer Energien halten hingegen 56 Prozent für mehr oder weniger unattraktiv, da so nur eine Abhängigkeit gegen die andere getauscht werde.