Kritik

Hohe Energiepreise belasten Textilindustrie in NRW

Die hohen Energiekosten machen der Textil- und Bekleidungsindustrie in Nordrhein-Westfalen zu schaffen. Die Preise bei Strom und Gas mit den gesetzlich veranlassten Mehrkosten wie für die Ökosteuer beeinflussten die Wettbewerbsfähigkeit, sagte Justus Schmitz vom Verband der Nordwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Herford (ddp-nrw/sm) - Seit Mitte 2005 seien die Kosten für Energie um rund 70 Prozent gestiegen. Dabei habe die Branche in den vergangenen 15 Jahren den CO2 Ausstoß um bis zu 64 Prozent mindern können. Doch allein damit sei der wachsende Kostendruck nicht aufzufangen, hieß es weiter. Aus diesen Grund fordern Branchenvertreter einen stärkeren Wettbewerb auf den Strommärkten und eine Senkung der Staatsquote bei den Energiepreisen.

NRW-Wirtschafts- und Energieministerin Thoben (CDU) sicherte in Herford der Textilwirtschaft ihre grundsätzliche Unterstützung bei diesen Forderungen zu: "In der Innovationspolitik des Landes wird sich auch die Textil- und Bekleidungsindustrie wiederfinden."