Statistik

Hohe Energiekosten treiben Erzeugerpreise nach oben

Nachdem die Preise für Mineralölerzeugnisse im Mai kurzzeitig gesunken seien, hätten sie im Juni wieder "deutlich" angezogen, teilte das Statistische Bundesamt heute in Wiesbaden mit. Die Mineralölpreise stiegen im Vergleich zum Vormonat um knapp sieben Prozent und auf Jahressicht um rund 18 Prozent.

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Wiesbaden (ddp/sm) - Die deutschen Erzeugerpreise sind im Juni wegen der Verteuerung von Mineralöl deutlich gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte, zogen die Erzeugerpreise auf Jahressicht um 4,6 Prozent und im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Prozent an. Die Teuerungsraten lagen im Rahmen der Erwartungen von befragten Volkswirten. Bereits im Mai und April hatten die Jahresveränderungsraten plus 4,1 beziehungsweise plus 4,6 Prozent betragen.

Nachdem die Preise für Mineralölerzeugnisse im Mai kurzzeitig gesunken seien, hätten sie im Juni wieder "deutlich" angezogen, teilte die Behörde weiter mit. Die Mineralölpreise stiegen den Angaben nach im Vergleich zum Vormonat um knapp sieben Prozent und auf Jahressicht um rund 18 Prozent. Besonders stark verteuerten sich gegenüber dem Vorjahresmonat leichtes Heizöl (plus 50,9 Prozent), schweres Heizöl (plus 27,6 Prozent), Flüssiggas (plus 13,3 Prozent) und Kraftstoffe (plus 12,3 Prozent).

Daneben habe sich auch bei den anderen Energieträgern der Preisanstieg der Vormonate fortgesetzt, hieß es weiter. Kohle verteuerte sich auf Jahressicht um knapp 15 Prozent, Erdöl aus inländischer Förderung um fast 48 Prozent und Erdgas um etwa 21 Prozent. Die Preise für Strom und Fernwärme legten um je knapp acht Prozent zu.