Schub

Hohe Energiekosten treiben Erzeugerpreise nach oben

Die deutschen Erzeugerpreise haben wegen der anhaltenden Energieverteuerung im Juli erneut deutlich über dem Niveau des Vorjahresmonats gelegen. Sie seien um 4,6 Prozent gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mit. Die Energiepreise stiegen auf Jahressicht um 16,4 Prozent.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Wiesbaden (ddp/sm) - Gegenüber dem Vormonat hätten sie um 0,5 Prozent angezogen. Ohne den Schub bei den Energiepreisen wäre der Index der Erzeugerpreise lediglich um 1,4 Prozent zum Vorjahr gestiegen, betonten die Statistiker. Die Juli-Werte waren identisch mit den Veränderungsraten des Vormonats und entsprachen den Vorhersagen von Bankvolkswirten.

Die Energiepreise hätten sich auf Jahressicht um 16,4 Prozent und binnen Monatsfrist um 2,9 Prozent verteuert, führte die Behörde zum anhaltenden Preisdruck auf Erzeugerebene weiter aus. Die Preise für Strom und Mineralölerzeugnisse hatten zum Beispiel im Vergleich zum Vorjahresmonat um 11,5 beziehungsweise 16,9 Prozent angezogen.

Vorleistungsgüter verteuerten sich weiteren Angaben nach binnen Jahresfrist um durchschnittlich 2,3 Prozent, Investitionsgüter um 0,7 Prozent und Konsumgüter um 1,0 Prozent. Bei Stahl hielt dagegen die seit April zu beobachtende Tendenz leicht sinkender Preise auch im Juli an. Walzstahl verbilligte sich binnen Monatsfrist um 3,3 Prozent, war aber immer noch sechs Prozent teuerer als im Juli 2004.