Preisanstieg

Hohe Energiekosten auch im Januar

Die Produzenten von Energie, Lebensmitteln und anderen gewerblichen Erzeugnissen haben ihre Preise im Januar erneut angehoben. Vor allem für Mineralölprodukte mussten die Bürger deutlich mehr Geld ausgeben. Auch die Strompreise sind im ersten Monat des Jahres wieder gestiegen.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Wiesbaden (dapd/red) - Wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte, verteuerten sich die Produkte insgesamt, also nicht nur Öl- und Strompreise, auf Jahressicht um durchschnittlich 5,7 Prozent. Im Dezember hatte die Jahresänderungsrate im Vergleich zum Vorjahr noch 5,3 Prozent betragen. Im Vergleich zum Vormonat stieg der Index im Januar um 1,2 Prozent.

Den größten Einfluss auf den Preisanstieg hatte den Statistikern zufolge die Teuerung bei Energie um 9,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Ohne Berücksichtigung von Energie lagen die Erzeugerpreise im Januar um 4,0 Prozent höher als im Januar 2010.

Bei den wichtigsten Energieträgern legten die Preise für Mineralölerzeugnisse mit einem Plus von 16,2 Prozent am stärksten zu. Dabei verteuerten sich Flüssiggas als Kraft- oder Brennstoff um 45,8 Prozent und leichtes Heizöl um 30,7 Prozent. Dieselkraftstoff legte um 15,7 Prozent zu, Motorenbenzin um 9,2 Prozent. Auch die Strompreise zogen wieder an: Für elektrischen Strom mussten alle Abnehmergruppen im Schnitt 5,9 Prozent mehr zahlen als im Vorjahr.

Vorleistungsgüter - also Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden - waren im Vergleich zum Januar 2010 um 7,6 Prozent teurer und erreichten damit einen neuen Höchststand. Zu den hohen Veränderungsraten trugen den Angaben nach vor allem Metallpreise bei, die um 20,5 Prozent zulegten.

Verbrauchsgüter kosteten im zurückliegenden Januar 2,8 Prozent mehr als im Vorjahr und lagen damit auf dem bisherigen Höchststand vom August 2008. Dabei stiegen die Preise für Nahrungsmittel um 5,3 Prozent.

Gebrauchs- und Investitionsgüter legten dem Statistikamt zufolge im Januar deutlicher zu als in den Vormonaten mit einem Plus von 1,1 Prozent beziehungsweise 1,0 Prozent.