Preiserhöhungen

Höhere Strompreise in München, Nürnberg und Augsburg

Einwohner von München, Nürnberg oder Augsburg müssen in diesem Jahr für Strom deutlich tiefer in die Tasche greifen als bisher. Die Mehrkosten für eine Modellfamilie liegen nach Angaben der Versorger im zweistelligen Euro-Bereich. Auch die Gaspreise steigen in manchen Orten.

Stromvergleich© Sergej Toporkov / Fotolia.com

München (dapd/red) - Wegen höherer Abgaben und Kosten im Zuge der Energiewende steigen die Strompreise für Privatkunden in München nach Angaben der örtlichen Stadtwerke zum 1. März um durchschnittlich 12,9 Prozent. Der Preis für Erdgas wird nach der Heizperiode zum 1. April um durchschnittlich 3,9 Prozent ebenfalls angehoben.

Zweistellige Euro-Summe kommt monatlich hinzu

Wie die Stadtwerke vorrechnen, muss demnach eine vierköpfige Familie mit einem Stromverbrauch von 4.000 Kilowattstunden im Jahr künftig monatlich 90,11 Euro bezahlen und damit 10,71 Euro mehr als bisher. Bezieht sie außerdem Gas von den Stadtwerken und hat einen Jahresverbrauch von 30.000 Kilowattstunden, kommen zum 1. April weitere 5,55 Euro im Monat hinzu. Der Gaspreis verteuert sich damit insgesamt auf 144,88 Euro pro Monat.

Für Nürnberg kündigte der städtische Versorger N-Ergie zum 1. Februar ebenfalls Aufschläge auf den Strompreis an und zwar um durchschnittlich elf Prozent für Privat- und Geschäftskunden. In einer Modellrechnung beziffert das Versorgungsunternehmen die Kosten für ein Einfamilienhaus bei einem Jahresverbrauch von 6.500 Kilowattstunden auf künftig 1.889,09 Euro im Jahr, was einer monatlichen Mehrbelastung von 16,58 Euro entspricht. Beim Gas bleiben die Preise nach Angaben einer Sprecherin dagegen unverändert.

In Augsburg teurer, in Regensburg nicht

In Augsburg verteuerte sich der Strom bereits zum 1. Januar: Wegen "deutlich steigender staatlicher Umlagen" erhöhten die Stadtwerke den Strompreis um durchschnittlich 9,5 Prozent oder 2,7 Cent pro Kilowattstunde. Für einen Haushalt mit 2.400 Kilowattstunden Jahresverbrauch fallen damit 5,30 Euro mehr im Monat an, wie die Stadtwerke vorrechnen. Eine Erhöhung der Gaspreise sehen auch die Augsburger Stadtwerke zunächst nicht vor.

In Regensburg werden dagegen weder Strom noch Gas verteuert: "Im ersten Quartal gibt es sicherlich keine Erhöhung", sagte ein Sprecher des regionalen Versorgers Rewag. Er bezifferte die aktuellen Stromkosten für einen Haushalt mit 3.500 Kilowattstunden Verbrauch auf 889,93 Euro im Jahr. Ein Single-Haushalt kommt mit 1.500 Kilowattstunden auf 430,11 Euro.

Anbieterwechsel kann helfen

Verbraucherschützer und Politiker raten angesichts der teils massiven Preiserhöhungen, einen Anbieterwechsel zu prüfen. Vielfach ermöglicht ein Wechsel nicht nur niedrigere Strompreise, sondern auch ein "grünes Gewissen" oder eine kürzere Mindestlaufzeit oder auch eine Preisgarantie - worauf man auch immer Wert legt. Dies ist im Stromrechner individuell einstellbar.