An der Ostseeküste

Hitze auf Dachboden erwärmt Wasser in Jugendherberge

Auf Dachböden staut sich die Hitze im Sommer ganz besonders. Positive Energie könnte ein "Solardach" aus der Hitze ziehen: Nicht mit Sonnenkollektoren, sondern mit Hilfe einer Wärmepumpe soll die von einem Metalldach erhitzte Luft das Brauchwasser einer neuen Jugendherberge an der Ostseeküste erwärmen.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Dahme (red) - Mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) will das Institut für Agrartechnik der Universität Göttingen jetzt die ökologische und ökonomische Effizienz des Verfahrens mittels der Pilotanlage testen. Zudem sollen sich die Kinder mit Hilfe des neuen Systems in der Jugendherberge Dahme praxisnah mit dem Zukunftsthema "Solarthermie" beschäftigen.

Die Technik des DBU-Projektes ist nicht neu: Schon in den 80er Jahren haben Wissenschaftler die Grundlagen für die Stauwärmenutzung zur Brauchwassererwärmung gelegt. "Doch damals waren die Energiepreise niedrig und die Wärmepumpentechnik noch nicht so ausgereift. Das Verfahren setzte sich damals nicht durch", betonte DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde bei der Einweihung. Inzwischen hätten sich die technischen Möglichkeiten und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen so geändert, dass heute ausgereifte Systeme zur Verfügung stünden.

"Wenn es jetzt gelingt, für das Solardach in Dahme entsprechend positive Wetter- und Betriebsdaten zu gewinnen, könnte das Potenzial dieser einfachen und robusten Lösung auch für andere Standorte abgeschätzt werden", hofft Brickwedde.

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