In Begleitpapieren

Hinweise auf Asse-Nutzung nach 1978 verdichten sich

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) schließt den Transport radioaktiven Mülls in das Bergwerk Asse auch in den Monaten nach dem damaligen offiziellen Stopp der Einlagerung nicht aus. Zuvor hatte schon die umweltpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion entsprechende Hinweise öffentlich gemacht.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Remlingen (ddp/red) - "Wir haben Hinweise, dass noch nach 1978 Abfälle in die Asse eingelagert werden sollten", sagte BfS-Sprecher Werner Nording am Freitag der Nachrichtenagentur ddp. "Es gibt dafür aber keine Beweise." Bisherigen Angaben zufolge wurde die Einlagerung von Atommüll in das Bergwerk Asse 1978 beendet.

Am Donnerstag hatte die Umweltexpertin der SPD-Fraktion in Niedersachsen, Petra Emmerich-Kopatsch, Dokumente zitiert, die eine Einlagerung von Atommüll in die Asse auch nach 1978 nahe legten. So wiesen Begleitpapiere der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) in einigen Fällen aus, dass Fässer erst im Januar 1979 auf den Weg Richtung Asse gebracht worden seien, sagte Emmerich-Kopatsch.

"Nach erster Durchsicht besteht bei mehr als 100 Fässern der Verdacht, dass sie nach dem offiziellen Ende der Einlagerung in der Asse dennoch unter Tage verbracht wurden", erklärte die SPD-Politikerin weiter. Die Fässer hätten laut Begleitpapieren vor allem Atommüll aus deutschen Atomkraftwerken enthalten.