HEW will über Atomausstieg eigenständig entscheiden

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Auf der gestrigen Hauptversammlung der Hamburgische Electricitäts-Werke AG (HEW) erklärte der HEW-Vorstandssprechers Dr.-Ing. Manfred Timm zum Atomkonsens, der kürzlich zwischen Bundesregierung und der deutschen Stromwirtschaft verabschiedet wurde:


"Aufgrund der niedrigen Erzeugungskosten stellen bestehende Kernkraftwerke ein wesentliches Erfolgspotential für unser Unternehmen im freien Wettbewerb dar. Wenn es jetzt bei den Gesprächen über einen Energiekonsens zwischen der Bundesregierung und den Vorstandsvorsitzenden der vier größten deutschen Energieversorgungsunternehmen zu einer Einigung gekommen ist, begrüßen wir grundsätzlich das Zustandekommen eines Kompromisses. Er gibt Planungssicherheit und der ungestörte Betrieb der Anlagen ist für die Zukunft zugesichert. Da unser Unternehmen weder bei den Verhandlungen auf Expertenebene noch in der abschließenden Kanzlerrunde beteiligt war, werden wir das Ergebnis der Konsensgespräche nach Vorliegen der Details in seinen Auswirkungen auf die HEW und seine Anteilseigner mit dem gebotenen Maß an Sorgfalt prüfen. Wir werden abwägen, ob die gefundene Lösung für unsere Kernenergieanlagen akzeptabel ist. Grundlage dieser Prüfung wird das Aktiengesetz sein, das dem Vorstand die Verpflichtung zur Wahrung der Interessen des Unternehmens und der Aktionäre auferlegt. Eine eigenständige Entscheidung behalten wir uns ausdrücklich vor."