Reaktion

HEW: Unzuverlässigkeitsvorwurf nicht nachvollziehbar

Die ungeklärten Vorkommnisse im HEW-Kernkraft Brunsbüttel sorgen weiterhin für Zündstoff. Während die Ministerien in Berlin und Kiel heute erneut forderten, dass HEW seine Zuverlässigkeit nachweisen müsse, kann der Energieversorger die Vorwürfe nicht nachvollziehen. Zudem hätte der TÜV am 10. Januar seine Unbedenklichkeit ausgesprochen.

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Als Reaktion auf den Vorwurf der Unzuverlässigkeit haben HEW und die Kernkraftwerk Brunsbüttel GmbH heute versichert, die vom Energieministerium erhobenen Forderungen abzuarbeiten und damit die Voraussetzungen für einen ordnungsgemässen und sicheren Weiterbetrieb der Anlage zu schaffen.

Nach eigenen Angaben hat der Betreiber keinen Zweifel daran, "dass die atomrechtliche Aufsichtsbehörde die angekündigten Untersuchungen mit der gebotenen Gründlichkeit nach rein sachlichen Gesichtspunkten - ohne politische oder ideologische Beeinflussung - durchführt". Genauso hätte die Werksleitung des Kernkraftwerkes Brunsbüttel - im Zusammenwirken mit den Gutachtern der Aufsichtsbehörde - die Bewertung der Dampfleckage nach rein sicherheitstechnischen Gesichtspunkten durchgeführt. Die momentan an den Strombörsen gehandelten Preise hätten dabei keine Rolle gespielt, so HEW. Zudem können nicht nachvollzogen werden, warum die Zuverlässigkeit des Betreibers in Frage gestellt wird. Insbesondere nicht, da der TÜV am 10. Januar 2002 zu dem Ergebnis gelangt sei, dass die sicherheitstechnische Unbedenklichkeit des Weiterbetriebs der Anlage bestätigt werden könne.