HEW und Städtische Werke AG Kassel: Stadt sieht viele Vorteile in Kooperation

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Viele Vorteile für die Stadt Kassel, aber auch für die Städtische Werke AG sehen Oberbürgermeister Georg Lewandowski und Stadtkämmerer Dr. Jürgen Barthel im Verkauf von 24,9 Prozent der Aktien der Städtischen Werke an die Hamburgische Electricitäts-Werke AG (HEW). In der gestrigen Pressekonferenz zum Abschluss der Verkaufsverhandlungen in Kassel wiesen die beiden Kommunalpolitiker übereinstimmend darauf hin, Ziel des Verkaufs sei aus Sicht der Stadt, eine größtmögliche Anzahl von Arbeitsplätzen in Kassel zu erhalten und die Wettbewerbsfähigkeit des Kasseler Versorgungsunternehmen angesichts der liberalisierten Energiemärkte zu erhalten bzw. zu verbessern. Weiter verspreche man sich von dem Anteilsverkauf, den Wert des Unternehmens und eine angemessene Dividendenzahlung langfristig zu sichern und über den Kaufpreis von 110 Millionen Mark einen Beitrag zur Entschuldung des Haushalts der Stadt Kassel zu erzielen.


Oberbürgermeister Lewandowski teilte mit, ein entsprechendes Vertragswerk habe er gemeinsam mit dem Stadtkämmerer sowie Vorstandsmitgliedern der HEW und der Städtische Werke AG am 27. April in Hamburg paraphiert. "Nun sind die Gremien der Stadt und der Aufsichtsräte von HEW und Städtische Werke am Zug, um grünes Licht für die Fusion zu geben", führte der OB weiter aus. Laut Stadtkämmerer Dr. Barthel sollen die notwendigen Beschlüsse der städtischen Gremien zum Verkauf der 24,9 Prozent der Aktien noch vor der Sommerpause vorliegen.


Nach Ansicht von Lewandowski sind die ausgehandelten Verträge in sich ausgewogen und ermöglichen in der Zusammenarbeit mit der HEW eine Stärkung der Städtischen Werke am Standort Kassel. Auch die Rechte der Arbeitnehmer blieben gewahrt. Und auch das stärkere Engagement des schwedischen Gesellschafters Vattenfall AB bei der HEW trage sicherlich zur Absicherung der Zusammenarbeit HEW/Städtische Werke bei, zeigte sich der OB überzeugt.