HEW und Southern Energy: Kompromiss möglich?

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Heute Nachmittag werden sich die Chefs der Energiekonzerne E.ON und HEW, Hans-Dieter Harig und Manfred Timm, mit dem Berliner Finanzsenator Peter Kurt (CDU) zu einem klärenden Gespräch in Berlin treffen. Es geht dabei um das Vorhaben beider Konzerne, ihre Beteiligungen zu tauschen. E.ON will der HEW seine 49 Prozent des Kapitals und 52,2 Prozent der Stimmrechte an der Bewag geben und soll dafür Beteiligungen an der Hein Gas und der schwedischen Sydraft AB erhalten (weitere Informationen finden Sie hier). Das Land Berlin hat am vergangenen Samstag eine einstweilige Verfügung gegen E.ON erwirkt, die dem Konzern untersagt, seine Anteile ohne die Zustimmung des Landes zu veräußern.


Wie die Tageszeitung "Die Welt" heute berichtet, hat währenddessen auch der HEW-Konkurrent beim Verkauf der Bewag-Anteile, Southern Energy, beim Landgericht Berlin eine einstweilige Verfügung beantragt. Die Zeitung berichtet weiter, dass das Hamburger Unternehmen eine Einigung mit den Amerikanern nicht ausschloss. "Eine Minderheitsbeteiligung von Southern wäre für uns denkbar", sagte HEW-Vorstandsmitglied Joachim Lubitz der Zeitung am Dienstag in Hamburg mit Blick auf den entstehenden neuen deutschen Energieriesen. Southern Energy bestehe allerdings auf sein Vorkaufsrecht, dessen Existenz von der HEW bestritten wird.