Zu hohe Abgaben

HEW-Chef rechnet nicht mit niedrigeren Strompreisen

Mit anhaltend hohen Energiepreisen in Deutschland rechnet der Vorstand der Hamburgischen Electricitätswerke (HEW), Hans-Jürgen Cramer. Mit Blick auf die Verteuerung fossiler Rohstoffe und den Klimaschutz wolle er keine Hoffnungen auf sinkende Strompreise wecken, sagte Cramer der Tageszeitung "Die Welt".

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Hamburg (ddp/sm) - Zwar könne eine wirtschaftsfreundliche Energiepolitik die preistreibenden Tendenzen dämpfen, sagte der Manager von HEW, die zum viertgrößten deutschen Versorger Vattenfall Europe gehören. In den beiden vergangenen Legislaturperioden sei jedoch genau das Gegenteil geschehen, sagte Cramer. Als Grund nannte er "eine überbordende Besteuerung des Strompreises, die Überförderung der regenerativen Energien, die Einführung des Emissionshandel und den gleichzeitigen Ausstieg aus der Kernenergie".

Eine Verlängerung der Laufzeiten für die deutschen Kernkraftwerke könnte zumindest eine "dämpfende Wirkung" auf die Preisentwicklung haben, fügte der HEW-Vorstand hinzu.