Heute in Grevenbroich: 1. Fachtagung Windtech 2000

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"Als Binnenland ist Nordrhein-Westfalen das Windenergieland Nr. 1 in Deutschland. Mehr als 1000 Anlagen sorgen an Rhein und Ruhr für knapp 500 Megawatt installierter Leistung. Davon fördert das Land mehr als 900 Anlagen mit einer Leistung von 440 Megawatt", erklärte NRW-Wirtschaftsminister Ernst Schwanhold heute in seinem Grußwort zur Eröffnung der Windtech 2000 in Grevenbroich, der ersten Fachtagung dieser Art in Nordrhein-Westfalen.


Mehr als 120 Experten wollen sich über wirtschaftliche und technische Perspektiven der Windenergie informieren. Auf dem Programm steht auch die Besichtigung des größten Binnenland-Testfeldes für Wind-Energieanlagen auf der Frimmersdorfer Höhe. "Bundesweit werden durch Anlagenbau und Dienstleistungen rund um regenerative Energietechnologien sieben Milliarden Mark Umsatz erzielt und 28 000 Arbeitsplätze gesichert. Nordrhein-Westfalen hat bereits vor Jahren die Weichen für diese Entwicklung gestellt und profitiert jetzt von den glänzenden Zukunftsaussichten. Über 1100 Firmen mit mehr als 10 000 Mitarbeitern arbeiten direkt oder indirekt mit regenerativen Energietechnologien in NRW. Etwa ein Viertel von ihnen direkt mit der Windenergie", so Schwanhold weiter.


Für diese Firmen und Mitarbeiter eröffne sich ein Wachstumsmarkt mit guten Perspektiven. Die Unternehmen der Windenergiebranche beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage deshalb besonders positiv. Seit April 1996 unterstützt das Land im Rahmen der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW erfolgversprechende Leitprojekte aus dem Bereich erneuerbare Energien. Die Kooperationen zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Nutzern haben sich für NRW zu einem wichtigen Standortfaktor entwickelt. Für die Entwicklung und Markteinführung neuer Energietechnologien hat die Landesregierung seit 1988 mehr als 800 Millionen Mark aus dem REN-Programm für zirka 40 000 Förderprojekte aufgewendet. Diese Landesförderung zog weitere Investitionen von rund vier Milliarden Mark nach sich.