62 Prozent aus Kernenergie

Hessische Kraftwerke erzeugten 27 Milliarden Kilowattstunden Strom

Im Jahr 2006 erzeugten die hessischen Kraftwerke der allgemeinen Energieversorgung 27 Milliarden Kilowattstunden Strom und stellten 7,8 Milliarden Kilowattstunden Wärmeenergie zur Verfügung. Die Kernenergie hat bei der Erzeugung nach wie vor den größten Anteil, außerdem gewinnt KWK an Bedeutung.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Wiesbaden (red) - Die Bruttostromerzeugung lag damit um gut 900 Millionen Kilowattstunden oder 3,5 Prozent über der des Vorjahres. Abzüglich des Stromverbrauchs der Kraftwerke für die Stromerzeugung (Eigenverbrauch) sowie des Pumpstromverbrauchs der Pumpspeicherkraftwerke ergab sich eine Nettostromerzeugung von 24,7 Milliarden Kilowattstunden, teilt das Statistische Landesamt Hessen mit. Der Anteil der Kernenergie an der Nettostromerzeugung betrug im vergangenen Jahr 62 Prozent. Daneben entfielen 23 Prozent auf Stein- und Braunkohle und 13 Prozent auf Erdgas. Der Rest verteilte sich auf andere Energieträger, wie Abfall, Wasser- und Windkraft sowie Mineralöle.

Wie das hessische Statistische Landesamt weiter mitteilt, sind an der allgemeinen Versorgung zunehmend Kraftwerke beteiligt, die nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) arbeiten. Dabei wird durch die gleichzeitige Erzeugung von Wärme und Strom ein höherer Gesamtnutzungsgrad der Energieträger als bei konventionellen Energieerzeugungssystemen erreicht. Insgesamt erzeugten die betreffenden hessischen Anlagen im Jahr 2006 drei Milliarden Kilowattstunden Strom und 7,3 Milliarden Kilowattstunden Wärme in Kopplungsprozessen. Der Anteil an der gesamten Nettostromerzeugung aus Wärmekraft erreichte somit gut zwölf Prozent. Mit einem Anteil von 94 Prozent stammte fast die gesamte erzeugte Wärme aus Kopplungsprozessen.