Längere Laufzeit

Hessens Umweltminister will mit Biblis CO2 sparen

Eine längere Laufzeit des Atomkraftwerks Biblis könnte aus Sicht von Hessens Umweltminister Wilhelm Dietzel (CDU) helfen, den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Zudem setzt der Minister auf Energieeffizienz, Verkehrslenkungsmaßnahmen und alternative Kraftstoffe. SPD und Grüne kritisieren Dietzels Klimaschutzkonzept.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Wiesbaden (ddp-hes/sm) - Bei der Vorstellung eines Klimaschutzkonzepts der Landesregierung sagte Dietzel heute in Wiesbaden, ein Großteil der bis 2012 in Hessen einsparbaren acht Millionen Tonnen Kohlendioxid könne durch eine längere Betriebsdauer von Biblis erzielt werden. Dietzel forderte in diesem Zusammenhang einen "neuen Realismus" in der Klimapolitik.

Nach Angaben des Ministers lag der CO2-Ausstoß 2002 in Hessen bei 44,6 Millionen Tonnen. Ohne Gegenmaßnahmen werde dieser Wert bis 2012 auf 49 Millionen Tonnen steigen. Deutliche CO2-Einsparungen seien außer mit einer längeren Biblis-Laufzeit mit einer effizienteren Nutzung von Energie, Verkehrslenkungsmaßnahmen und alternativen Kraftstoffen erreichbar. Bis 2015 solle der Anteil der erneuerbaren Energien am Verbrauch in Hessen auf 15 Prozent steigen, gab Dietzel als Ziel aus.

SPD und Grüne im Landtag nannten Dietzels Klimaschutzkonzept völlig unzureichend. Es zeige keine konkreten Schritte auf, bemängelten die Grünen. SPD-Fraktionschefin Andrea Ypsilanti kritisierte, Dietzel setze beim Klimaschutz nur auf "alte Hüte" wie die Atomkraft.