Energiegipfel

Hessen will zwei Prozent der Landesfläche für Windkraft

Beim hessischen Energiegipfel zeichnen sich erste Entscheidungen ab: Auf zwei Prozent der Landesfläche sollen nach einer Empfehlung einer Arbeitsgruppe Windräder aufgestellt werden. Das freut nicht zuletzt die SPD, die die christdemokratische Umweltministerin als "lernfähig" lobte.

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Frankfurt/Main (dapd/red) - Umweltministerin Lucia Puttrich (CDU), die der Arbeitsgruppe vorsitzt, gab am Donnerstag außerdem bekannt, ein weiterer Vorschlag werde sein, die Kommunen eigene Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien bauen zu lassen. Ein Sprecher der Ministerin betonte, dass beide Punkte Empfehlungen seien, zu denen es auch Gegenmeinungen gebe: "Die Entscheidung trifft der Energiegipfel."

Bislang fünf Treffen

Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) will am 10. November die Ergebnisse des Gipfels verkünden, die den Weg Hessens zur Energiewende vorschreiben sollen. Die Fragen nach der Windkraft und der kommunalen Beteiligung an der Gewinnung erneuerbarer Energien gelten als wichtige Streitpunkte unter den Gipfelteilnehmern, die bislang fünf Mal in großer Runde zusammenkamen.

SPD lobt CDU-Ministerin

Die SPD sieht sich in ihren Positionen von der Ministerin bestätigt. Puttrich habe sich als lernfähig erwiesen, nachdem Schwarz-Gelb vor einem Jahr noch eine Vorrangfläche für Windkraft von 1,5 Prozent abgelehnt habe, sagte SPD-Umweltexperte Timon Gremmels: "Nun muss sie sich mit den Forderungen ihrer Arbeitsgruppe auch bei der letzten Sitzung des Energiegipfels durchsetzen." Auch eine wirtschaftliche Betätigung von Kommunen fordere die SPD seit langem.